AUSSTELLUNG

Karin Bury
(Malerin und Kunsthistorikerin)
"Was bleibt?"
Gemaltes und Gezeichnetes

07. - 25. Mai 2014

Vernissage:

Mittwoch 07. Mai 2014
um 19:00 Uhr

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

In ihren farblich reduzierten Momentaufnahmen geht Karin Bury dieser Frage vielgestaltig auf den Grund. Sie tut dies mit leiser Ironie. Ihre realistischen Arbeiten bilden Menschen, Tiere und Dinge ab. Häufig kommen nur Graunuancen zum Einsatz und lassen an Schwarzweißfotos aus ferner Zeit denken. Vorbilder und Inspiration findet die Künstlerin in Zeitschriften, eigenen oder fremden Familienalben, in Schnappschüssen und schnellen Skizzen von unterwegs. Sie löst ihre Motive aus dem ursprünglichen Kontext heraus, verknappt und verdichtet sie auf der Leinwand indem sie auf schmückendes Beiwerk verzichtet und Hintergründe fast immer ausblendet.

So sehen wir uns beispielsweise formatfüllend den überheblichen Blicken zweier Geier ausgesetzt. Überlebensgroß in Gold gerahmt, betitelt mit Finanzexperte 1 und 2 erscheinen sie wie stolze Porträts einflussreicher Bankiers in den noblen Vorstandsetagen etablierter Geldhäuser.

Wir begegnen unserer Kanzlerin und dem Papst, die zu profillosen aber niedlichen Staffagefiguren für die Modelleisenbahn verkleinert wurden. Urlaubsimpressionen sind ebenfalls dabei. Auf Leinwand verewigt zum Beispiel als bleibende Erinnerung für einen Winterabend in den Dünen Amrums. Der Mann mit dem Fernglas lässt gebannt den Blick auf seiner Entdeckung ruhen und bemerkt dabei nicht, dass er selbst von Außerirdischen entdeckt wird.

Ein Blumenstrauß in Graustufen gemalt, verdeutlicht, wie oft wir Pflanzen als Dekorationsobjekte gebrauchen, ohne dass wir uns nach ihrem Dahinwelken noch an ihre Farbigkeit erinnern können. Wir verfolgen den Flug eines Falters, der auf die Flamme einer Kerze zusteuert und wissen sogleich, dass der, welcher nur seinem Instinkt verpflichtet ist, sich leicht verbrennen wird.

Ähnlich hintergründig wie die insgesamt 35 ausgestellten Gemälde sind auch die Zeichnungen von Karin Bury. Ein ganzer Raum ist ihren Cartoons vorbehalten. Etwas enttäuscht über die zunehmende Kommerzialisierung und Entzauberung  traditioneller Festtage im Kalender, blieb als Ausweg in den vergangenen Jahren nur der Humor. So hat sie beispielweise in ihren „Weihnachtsgeschichten“, die alljährlich im SOS Medienverlag in Mannheim erscheinen, eine eigene Parallelwelt erschaffen, in der Osterhase, Weihnachtsmann, Christkind und Schlittenrentier in einer Wohngemeinschaft zusammen leben. Diese und andere Bildergeschichten sind hier erstmals in einer Ausstellung zu sehen.

Ganz im Gegensatz zu den Gemälden zeigt sich Karin Bury in ihren aquarellierten Tuschezeichnungen höchst detailverliebt. Der Betrachter kann sich mit einem Schmunzeln auf Entdeckungsreise begeben und wird sich bei jedem neuerlichen Einblick ins WG-Leben des seltsamen Quartetts in der Fülle von Einzelheiten fröhlich verlieren.

Dr. Hubert Glomb (freier Autor), Mannheim


 

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D-76883 Bad Bergzabern

 

Die Künstlerin führt selbst in ihre Arbeit.

Karin Bury wurde 1963 im Schwarzwald geboren. Sie hat nach dem Abitur die Werkkunstschule in Biberach/Riss besucht, wurde an der Universität Heidelberg in Kunstgeschichte promoviert und erhielt studienbegleitend in einem Weinheimer Atelier für Restaurierung und Kirchenmalerei ihre praktische künstlerische Ausbildung. Seit 2001 ist sie freischaffend tätig und lebt in Mannheim.

www.karin-bury.de