Ausstellung in der
ARTGALERIE AM SCHLOSS

"LICHT-BLICKE"

ARNHILD NOACK
Transparente Bilder und beleuchtete Objekte

UTE SCHWARTZ
Schimmernde Papierarbeiten

Vernissage SO 04.03.2018 um 11:00 Uhr

>FOTOS VERNISSAGE<

Arnhild Noack
05.03.1944 geb. in Lenauheim/Banat/Rumänien
1984 – 1985 Fernstudium Kunstgeschichte
1995 – 1998 Studium an der Kunstschule
Herxheim Schwerpunkte:
Bildhauerei, Portrait und Zeichnen
1998 – 2001 Intensivkurse in Zeichnen an
der Malschule Karlsruhe und Siena/Italien
2003 – 2004 Material- u. Objektkunst Kl. Gunther Gaubatz

Das gelungene Spiel mit Licht und Transparenz ist mein Anliegen und meine Herausforderung. Lichtblicke und Innehalten im Kontrast zum schnellen Alltag unserer Zeit. Stimmungen in und aus der Natur festhalten und bewahren. Schwerpunkte meiner Ausbildung waren Bildhauerei, Objektgestaltung und Malerei. Mein Interesse galt in dieser Zeit (vier Jahre) hauptsächlich der Formgestaltung in Stein, Ton, Holz und Metall. Danach habe ich etwa zehn Jahre Stahlskulpturen und Objekte in Holz gestaltet. Doch ich war auch immer auch auf der Suche nach einem ungewöhnlichen und lichten Material. Letztendlich wurde ich in dem glasklaren Polyesterharz fündig. Es entstehen Objekte, die im Tageslicht eines Fensters den Ausblick dahinter mit einbeziehen und mitwirken lassen. Sie sind eher mit Skulpturen zu vergleichen, die in eine Raumsituation hinein platziert werden können. Das Arbeiten mit diesem eigenwilligen und brüchigen Gießharz erfordert viel Erfahrung und Geduld,  da man, nachdem die Form hergestellt und ausgegossen ist, die langen Aushärtungszeiten abwarten und oft auch nach misslungenen Güssen wieder neu starten muss. Trotzdem oder auch gerade deswegen fasziniert es mich jeden Tag wieder aufs Neue. Die durchaus beabsichtigten Brüche, Risse und Unebenheiten erreiche ich durch mehrere aufeinander folgende Gussprozesse und Schichtungen. Diese stehen dann im spannenden Gegensatz zum kristallinen und klaren Material. Anregung und Inspiration finde ich in der Natur. Eigene Fotoaufnahmen werden auf Folie aufgebracht und mit eingegossen. Durch diesen Prozess wird die Folie transparent, ein Teil der Farben verschwindet, die Motive erscheinen abstrakt, fremd und faszinierend. Um farbige, brillante Farbflächen zu erzielen verwende ich Transparentpigmentfarben, die im heißen Zustand schnell gerührt, gegossen und geformt werden. Es entstehen überraschende Verschmelzungen, Vertiefungen und neue Formen. Auch organische Materialien, wie seltene transparente Blütenblätter kleine Samenhülsen und Seidenpapiere werden festgehalten. Meine neuesten Arbeiten werden dezent mit LED beleuchtet, nie bunt, das farbige Lichtspiel entsteht durch eingegossene Objekte (z.B. Pflaumenholz, Weinrebe).
Alle meine Arbeiten sind Unikate, keines lässt sich in gleicher Form nacharbeiten.

Ausstellungen
1998 + 2004 Villa Wieser Herxheim
2006 „Art van Schaidt“ Kunstverein Wörth
2007 Kunstverein Germersheim
2008 „Offene Gärten“ bei Buchbinderei Müller Nussdorf
2009 „Grenzenlose Kunst“ Kunstverein Wörth       
2010 „Schaufenster à la Art“, Kunstpreis des  
Landkreises Alzey-Worms
2011 Vinothek Kimmle Kapellen-Drusweiler
2013 Kunstverein Germersheim Jubiläumsausstellung
2014 Südpfälzische Kunstgilde Bad Bergzabern
2015 "Heldenatelier Trifels"
Südpfälzische Kunstgilde Bad Bergzabern
artMundanus
Benefitzausstellung „Kunst für Freiheit“
2016 „In meiner Art“
Kunstverein Villa Streccius in Landau e.V.
2017 Zehnthaus Jockgrim
Jubiläumsausstellung 40 Jahre Zehnthaus

Ute Schwartz geboren 1954
1973-79 Studium der Philosophie und Naturwissenschaften in Heidelberg
1977-1989 Studienreisen nach Lateinamerika und Südeuropa
ab 1990 Zeichen- und Malunterricht
ab 2006 erste Arbeiten an Monotypien,autodidaktisch
ab 2011 Aquarelcollagen
Seit 1994 punktuelle Belegung von Kursen und Workshops bei örtlichen Künstlern und im Rahmen der Erwachsenenbildung; Winterakademie Mannheim
Seit 1991 vereinzelte Austellungstätigkeit im Raum Kurpfalz
2000-2013 Arbeit an der Ausformung eines persönlichen Stils im künstlerischen Ausdruck;vorwiegend bearbeitete Monotypien
2014 Eröffnung einer Kartenmanufaktur; freie Tätigkeit im Bereich Graphik/Malerei
Ab 2015 Austellungstätigkeit im Raum südliche Weinstraße
Beginn der gewachsten Aquarellcollagen
Lebt in der Südpfalz.

Bei der überwiegenden Zahl der Monotypien greife ich Motive aus der Früh- und Vorgeschichte auf, meist von Felszeichnungen,die dem Verfall ausgesetzt sind, und kombiniere sie mit moderner Farb- und Formgebung in der Hoffnung – einmal sie nicht in die Vergessenheit geraten zu lassen - aber vor allem um die meiner Meinung nach so gekonnte Stilisierung der „ Alten“ ,um die sich viele jüngere Kunstpositionen bemühen und bemüht haben, aufzuzeigen und zu würdigen. Bei diesen alten Völkern spürt man bei ihren Darstellungen eine starke Naturverbundenheit durch,ein Respekt vor der Schöpfung, ein Ausgeliefertsein den Unbilden der Außenwelt und damit verbunden eine Bescheidenheit im Dasein, auch Ehrfurcht vor der Götterwelt, eine Haltung ,die in unserer technikorientierten Zeit vielleicht einen Hinweis verdient.

Zu meiner Person
Zwei Seiten, zwei Anlagen wohnen doch in meiner Brust:
Manche nennen sie die Welt des Fühlens die eine, die Welt der Rationalität die andere. Jede Seite versucht Selbstverwirklichung, heute die Emotionale, in zurückliegenden Jahren dominierte, manifestierte sich die kognitive. Beide Seiten drängen und drängten nach außen, daher heute, als zweite, das Arbeiten mit Farben und Formen, mit Papier und Leinwand. Letzteres ist seit dem Jahr 2000 der Fall, anfangs im Werden und Entstehen, heute schon weiter fest geformt. Seit 2014 Beginn mit der heute sichtbaren Handschrift.
Ausstellungstätigkeit vorwiegend im südpfälzischen Raum, Erarbeitung von Collagen auf Aquarellbasis, manchmal in Korrespondenz mit Poesie.

Ausstellungen (Einzel und Beteiligungen)
Dies und Das Landau
Kunstverein Landau
Volksbank Landau
2002  Haus der Familie  Landau
2014  Schreibwaren Hof Landau
2015  Stadtbibliothek Landau
Finanzamt Landau
Dorfgemeinschaftshaus Arzheim
Aula TGA Annweiler
Kreuz und Quer Landau
Dorfgemeinschaftshaus Arzheim
Flurgalerie Trifelsgymnasium Annweiler
2017 Kunstverein Neustadt     
Kunstgilde Bad Bergzabern
Verbandsgemeinde Annweiler

 

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Der Eintritt ist frei!

Öffnungszeiten:

Donnerstag, Freitag:
16:00 - 18.00 Uhr

Sonntag: 15:00 - 18:00 Uhr

ARTGALERIE AM SCHLOSS
Schlossgasse 3
D-76883 Bad Bergzabern

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Bergüßung:
Monika Cirica-Schneider, Gildepräsidentin

Einführung:
Simone Maria Dietz, Kunsthistorikerin

Musik: Rolf Hofmann, Querflöte

Worte zur Ausstellung von Ute Schwartz

Zart wie ein Blütenblatt: schimmernd und transparent, gleichzeitig verletzlich, empfindlich, doch voller Schönheit, so ist die Natur, oder vielleicht auch unser Weltganzes. Unsere Menschenwelt.
Die Erde bringt all dieses Leben im Wechsel von Werden und Vergehen hervor, die Menschheit eingebunden in ihren Schicksalslauf, immer aber – trotz vieler Erschwernisse bestrebt, gewillt, ihren Stunden erhebende Momente Ihres Daseins abzugewinnen, auch im Versuch all dies Unerklärliche zu fangen, zu erfassen.
Das Geheimnis aber bleibt.
Ein Geheimnis, das sich der Kognition weitgehend entzieht, trotzdem erfühlt, gefühlt ist, das Dahinterliegende ahnend, nicht erfassen könnend.

Ein Gedicht sagt hierzu:
Wolken, Hugo v. Hoffmannsthal
Am nächtigen Himmel
Ein Drängen und Dehnen;
Wolkengewimmel
In hastigem Sehnen.
In lautloser Hast
Von welchem Zug
Gebietend erfasst? –
Gleitet ihr Flug….

So bleibt Poesie, so bleibt der Bereich der Farbe. der Form, im Versuch aufzuzeigen, was wir alle spüren können von der Unermesslichkeit des Kosmos. Allerdings manchmal zu spüren verlernt haben.
Mögen diese Blätter einen kleinen Beitrag dazu leisten, im Innehalten des Betrachtens, im kurzen Atemholen den großen Atem der Welt vielleicht ein klein wenig spürbar zu machen.